Mehr PATHOS

Veränderung ist Programm. Durch die Affinität zu wesentlichen gesellschaftlichen Themen bestimmte das PATHOS transport theater in den vergangenen Jahren den kulturpolitischen Diskurs in München auch neben der Theaterbühne entscheidend mit. Der Spielplan ist dabei eine virulente Absichtserklärung, eine Standortbestimmung – seine Erneuerung und Wandlung nicht beliebig, sondern eine Entwicklung, die aus der Kontinuität entsteht. Er kann in jedem Moment und immer wieder neu entworfen werden; jeder Tag wird so zur potenziellen Intervention und erfordert eine Aktualisierung. Darin liegt die Besonderheit, die sich dem PATHOS transport theater als öffentlichem Ort bietet und die das PATHOS transport theater als öffentlicher Ort bietet. Abenteuer- und Spielflächen gehören zur theatralen Aktion.

Im PATHOS transport theater ist nichts nicht Theater.

Das Haus ist größer geworden, die Herausforderungen auch. Wir haben uns national und international vernetzt. Das PATHOS transport theater wird regional und überregional als unverzichtbarer Faktor im kulturellen Leben der Stadt München wahrgenommen. Mit der zusätzlichen Spielstätte Schwere Reiter und der dadurch notwendig gewordenen Erweiterung unseres Teams haben sich die Arbeits- und Produktionsbedingungen sowohl organisatorisch als auch inhaltlich deutlich verbessert. Es sind kulturpolitische Zeichen gesetzt, dass das zwischen PATHOS transport theater und SCHWERE REITER entstehende Kunstareal zu einem für München spezifischen Standort für einen Großteil der Münchner Szene wird – und damit zugleich zum Anlaufpunkt für internationale Künstler. Die Dachauer Straße 112, bis November 2008 Ausweichquartier für die total sanierte Akademie der Künste, steht als weitere Produktionsstätte zur Verfügung. Die Hallen und Ateliers werden von Stund an genutzt, von Film-, Medien- und Theaterkünstlern. Ein Großraumbüro befindet sich im Aufbau, das ganze Haus entwickelt sich zur virulenten Schnittstelle.

Neben dem Aufspüren und der Förderung von Talenten engagieren wir uns für den Abbau von Berührungsängsten im künstlerischen Vergleich, den Aufbau verbesserter Kommunikationsstrukturen und Netzwerke und für den Austausch der Münchner Szene auf nationaler und internationalener Ebene, indem wir uns an die Vertriebswege der freien Szene anschließen, Koproduktionen mit Regisseuren, freien Gruppen und Theatern außerhalb Münchens initiieren.