[Was hängt das Leben tief wie Nebel überm] KUKURUZ
Theaterstück von Ernst Marianne Binder, Gastspiel dramagraz
Ausgehend von Platos "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen" entwickelt Ernst Marianne Binder ein Passionsspiel über Nicht-Leben-Wollen und Nicht-Sterben-Können. "Deine Augen. In mich reing'schaut wie in einen Abgrund. So was von einem Staunen. Nackt vor Liebe du bist dann vor mir. Still. Mein Herz in dein Leib geritzt", heißt es ganz am Anfang des Stückes. Und soll uns daran erinnern, dass die Geschichte des Krieges nicht von AUSSEN, sondern von INNEN erzählt werden muss.
Tief aus einem Innern, das die Verwundungen birgt, die Menschen zeit ihres Bestehens sich und anderen zugefügt haben. Dass alles Unglück von Liebe durchdrungen wird, mag das Leben nicht erträglicher machen. Dennoch gibt es am Ende so etwas wie eine versöhnliche Hoffnung, wenn Marie zu Josef sagt: "Ich werd in meine Lieb zu dir hineinsterben. Und dass ich sterb mit dir. Und dass wir zusammen über die Welt hinwegsterben. Ein einziges Sterben. Ineinander sterben die ganzen Leben lang, die uns noch bleiben."
JOSEF: Rudi Widerhofer / MARIE: Ninja Reichert / ANDRES: Phillip Kramer / MUTTER: Werner Halbedl / TSCHUSCHENKIND: Monica Reyes
Inszenierung/Raum: Ernst Marianne Binder // Musik: Katharina Klement // Ausstattung: Vibeke Andersen // Licht/Sound: Geari Schreilechner // Produktionsleitung: Andrea Speetgens
Termine
Co-Produktion mit echoraum, Wien




